Cindy und Markus Maierhofer

Olio Glorioso & Friends

Ciao ragazzi

Mein Name ist Cindy Maierhofer und ich habe es mir zum Ziel gemacht, das ungefilterte Bio-Olivenöl unserer Familien-Freunde und Produzenten Ilaria, Luigi und Mario Glorioso aus dem Belice Tal (Sizilien) zu vertreiben – Genau dafür steht auch mein Unternehmen „Olio Glorioso & Friends“ seit 2018. Im Kreise der Familie besichtige ich die Olivenfelder, welche von Kleinbauernfamilien Siziliens liebevoll gepflegt werden!

Ciao amici

Mein Name ist Markus Maierhofer, ich bin steirischer Jungunternehmer und vertreibe seit Februar 2018 mit Olio Glorioso & Friends das biologische Olivenöl Olio di Oliva Extra Vergine Biologico in Österreich. Meine Familie und viele Freunde unterstützen mich dabei tatkräftig, denn das Ziel ist: Mehr Menschen mit diesem wunderbaren, hochwertigen Bio-Olivenöl bekannt zu machen!

Wie alles begann

Ehrlich gesagt, es hat uns gereicht. Wir hatten die Nase voll vom Weihnachtsstress. So sehr wir unsere Familien auch schätzen, der jährliche Einkaufwahnsinn in der besinnlichen Adventzeit inklusive Weihnachtsbesuche bei all jenen, die gerne besucht werden wollen, trug wirklich nicht zur Erholung geschweige denn Entspannung bei. Nach sorgfältigem Abwiegen der Vor- und Nachteile fiel uns die Entscheidung relativ leicht: Heuer feiern wir Weihnachten das erste Mal „alleine“, das heißt zu zweit, in Sizilien. Sportklettern inklusive!

Der erste Weihnachtsurlaub unseres Lebens Auf nach Sizilien

Eine Woche vor Heiligabend sind wir in Trapani gelandet. Beeindruckt von den Bergkulissen, der Sonne, die Sizilien auch im Winter angenehme Temperaturen ermöglicht und den freundlichen, hilfsbereiten Sizilianer_innen, die uns bereits am Flughafen begegneten, machten wir uns auf den Weg nach San Vito Lo Capo. Der kleine und im Winter verschlafene Ort bietet weitläufige Klettergebiete in allen Schwierigkeitsgraden, so dass auch wir als Genusskletterer im unteren Bereich eine große Auswahl hatten.

Sonnenschein und Kletterei am Meer

Am 20.12.2015 fuhren wir in der Früh, nachdem wir uns mit sizilianischen Köstlichkeiten für unsere Jause eingedeckt hatten, nach Macari zum Klettersektor „Bunker“ und begannen mit ganz einfachen Routen, um uns aufzuwärmen. Wir waren alleine und genossen die Kletterei an der felsigen Küste bei Sonnenschein mit Blick auf das Meer. Hin und wieder zog eine Herde mit Schafen und Hirtenhunde vorbei. Am Nachmittag gesellten sich zwei Frauen und zwei Männer mit einem Jack Russell Terrier in unsere Nähe, ebenfalls zum Klettern. Markus und ich waren kräftemäßig schon am Ende und froh, dass wir die letzte Route für den Tag gut geschafft hatten, da verhedderte sich beim Abziehen vom Seil, das Seil in einem Felsvorsprung. Unmöglich das Seil ohne Hinaufklettern vom Fels lösen zu können. Nach einer kurzen Lagebesprechung war klar, das schaffen wir nicht alleine. Und so gingen wir zur Gruppe neben uns, erklärten die Situation und baten um Hilfe.

Wenn Du glaubst es geht nicht mehr

Kommen helfende Hände daher. Der kletter-affine Rosario schaffte die Route mit Leichtigkeit, löste unser Seil und kam wieder gut am Boden bei uns an. Inzwischen waren wir uns alle namentlich bekannt und wussten, dass Jack Russell „CheChe“ dem Paar Sefora und Rosario gehörte, Ilaria und Roberto seit ihrer Kindheit miteinander befreundet sind und sie alle in Santa Ninfa, einem kleinen Ort im Hinterland lebten. Wir waren uns alle sympathisch, uns gefiel die Hilfsbereitschaft, ihre offensichtliche Lebenslust und sie luden uns am gleichen Abend zu sich nach Hause in Santa Ninfa ein.

Santa Ninfa im Valle del Belicé

Sefora gab uns ihre Adresse und so machten wir uns am Abend mit dem Mietauto auf den Weg. In Santa Ninfa gibt es kaum bis keine Touristen, Haupteinkommensquelle ist für die meisten die Landwirtschaft. Nachdem es Abend war, konnten wir von Santa Ninfa nicht mehr viel sehen, fanden dank Navi rasch Seforas Wohnung mit unglaublicher Weitsicht, auch im Dunkeln. Ilaria, Robert, Sefora&Rosario (und natürlich Hund CheChe) freuten sich, uns wiederzusehen. Und die Freude war ganz auf unserer Seite! Innerhalb kürzester Zeit waren wir in Gespräche vertieft, einer Mischung aus Englisch, Italienisch und da, wo wir keine Vokabeln fanden, wurden Hände, Füße und als letzte Möglichkeit, um dem Verstandenen Nachdruck zu verleihen, das Smartphone eingesetzt.
Nach diesem feinen Abend waren wir uns sicher, wir wollten mit Ilaria, Robert, Sefora&Rosario (und CheChe) in Kontakt bleiben und einander erneut wiedersehen.

Buon Natale Frohe Weihnachten

In den kommenden Weihnachtsfeiertagen gaben wir uns wieder dem Klettern und dem köstlichen sizilianischen Essen hin. Wir aßen zum ersten Mal „Busiate“, diese Pasta wird auf einem dünnen Holzstäbchen herumgewickelt und erhält so ihre geschwungene Form. Geschmacklich ist diese frische Pasta nicht mal annähernd mit etwas zu vergleichen, das wir in Österreich kennen. Egal ob mit Kirschtomaten, Knoblauch, Mandeln, Basilikum und selbstverständlich Olivenöl Extra Vergine (Busiate alla trapanese) als vegane Variante oder mit Sardinen und Wildfenchel (Busiate con le sarde e il finocchietto) haben diese Pasta-Gerichte mit ihrem außergewöhnlichen Geschmack und der sehr minimalistischen Zubereitung uns und unsere Gaumen zum Staunen gebracht.
Markus wollte für mich überraschenderweise an Heiligabend nicht unsere Geschenke austauschen, sondern erst am 25. Dezember. Wir verbanden das mit einem Ausflug in den Süden und fuhren nach Agrigento an die Scala dei Turchi.

Willst Du

Wir parkten das Auto in der Nähe des Meeres und spazierten entspannt in Richtung Strand und Felsformationen. Scala dei Turchi bedeutet übersetzt „Treppe der Türken“. Diese stufenförmige Struktur besteht aus weißem Mergel und strahlt in der Sonne in Kontrast zum azurblauen Meer. Das war unser Ziel und wir spazierten den Strand entlang und kletterten auf große Steine, die im seichten Meerwasser aufragten. Wir küssten uns, wünschten uns „Buon Natale“ und nachdem Markus mein Geschenk in Händen hielt, streckte er mir ein kleines Päckchen entgegen, ich öffnete es, und er fragte mich, ob er jetzt niederknien müsse. Völlig überrascht und überrumpelt bejahte ich und er kniete auf dem Stein, auf den er im Meer stand, nieder und fragte mich, ob ich ihn heiraten wolle. Ich lachte und bejahte und wir küssten und umarmten uns nachdem er mir den Ring an den Finger gesteckt hatte. Eines war uns beiden klar: Wenn wir hier in Sizilien die Entscheidung trafen, einander zu heiraten, dann wollten wir auch in Sizilien heiraten!

Gesagt getan

Auch unsere neuen Freunde waren von dieser Nachricht begeistert, gratulierten uns und Ilaria bat uns ihre Hilfe an, was das Dolmetschen betraf (sie sprach am besten Englisch und hatte sogar ein abgeschlossenes Chinesisch Studium!). Wir versprachen einander, in Kontakt zu bleiben und bald wieder nach Sizilien zu kommen, um alle wiederzutreffen und die weiteren Schritte für die Organisation der Hochzeit vorzunehmen.

Angekommen in Österreich verbreiteten wir die freudige Nachricht und begannen gleich mit der Hochzeitsplanung. Einfach wollten wir es haben, ungezwungen, mit feinen sizilianischen Gerichten, guter Stimmung&Musik und das Wichtigste: Viele liebenswerte Menschen um uns herum. Unser gewünschtes Datum war der 6. Mai 2017. Am 9. Mai 2003 hatten Markus und ich uns kennengelernt. Von anfangs gedachten 20 bis 30 Personen landeten wir irgendwann bei fast 80 Personen und hatten damit die Kapazitätsgrenze unseres ausgesuchten Hotels, dem „Pocho“ in Makari, einem Ortsteil von San Vito Lo Capo, erreicht. Nach weiteren Aufenthalten in Sizilien und Treffen mit unseren sizilianischen Freunden, hatten wir den Großteil organisiert, neben dem Hotel Pocho ein weiteres Hotel „getestet“ und geeignet für unsere Freunde und Familienmitglieder befunden.

Ilaria war uns eine große Hilfe in ihrer angebotenen Funktion als Dolmetscherin. Am Standesamt kamen wir mit der sizilianischen Bürokratie in Kontakt und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie kompliziert und aufwendig das Prozedere war. Der Standesbeamte war sympathisch, sprach außer „yes“ and „no“ zwar kein Wort Englisch, war aber bemüht, uns auf unsere standesamtliche Trauung vorzubereiten. Bereits in dieser Phase überlegten wir uns, wie wir uns bei Ilaria erkenntlich zeigen konnten, da sie mehrmals mit dem Standesbeamten Termine wegen uns wahrnahm, Anrufe tätigte und Mails schrieb. Nachdem uns Ilaria verriet, dass sie gemeinsam mit ihrem Vater und Bruder Olivenöl Extra Vergine herstellte, und wir es kosten durften und unsere Gaumen schwer beeindruckt waren, traf es uns wie ein Geistesblitz: Jeder Hochzeitsgast sollte als Gastgeschenk eine Flasche von Ilarias fantastischem Olivenöl erhalten!

Eine Woche poltern und der 6. Mai 2017

Endlich war es so weit und das große Fest stand vor der Tür. Markus und ich waren früher mit unserem VW California nach Sizilien gereist und bereiteten die letzten Dinge für uns und unsere Gäste vor. Eine Woche vor dem Hochzeitsfest reisten nach und nach Familie und Freunde an und jeden Tag feierten bzw. polterten wir gemeinsam an einem anderen Ort. Vom El Bahira Campingplatz für Kletterer am Meer bis zu ausgewählten Restaurants, alle waren von der Natur und den kulinarischen Genüssen begeistert. Am 6. Mai schließlich „trauten“ wir uns und sagten vor allen anderen „Ja“ zu einander. Wie vereinbart, erhielt jeder von unseren Gästen eine Flasche Glorioso Olivenöl Extra Vergine.

Wir lieben Sizilien

Viele Freunde und Familienmitglieder sprachen uns zuhause auf das Olivenöl an. „Das Olivenöl schmeckt sensationell!“, „Wo kann ich das in Österreich kaufen?“, „Gibt es das auch in größeren Flaschen?“. Markus und ich haben uns bei unseren vergangenen Sizilien-Trips immer mit Ilarias Olivenöl eingedeckt und fanden es ebenfalls schade, dass es in Österreich nicht erhältlich war. Wie also konnten wir das lösen und das Olivenöl von Ilaria Glorioso mit unserer Familie und unseren Freunden in Österreich erfolgreich zusammenbringen? Generell war unser Ziel, Ilaria und ihre Familie zu unterstützen, damit noch mehr Menschen von diesem außergewöhnlichen Olivenöl, das so intensiv, frisch und gleichzeitig harmonisch schmeckte, erfuhren. Unsere Begeisterung für das ungefilterte Olivenöl wuchs weiter, als Ilaria uns erzählte, dass das Olivenöl biologisch zertifiziert war und für den Anbau der Bio-Oliven eine Kooperative von 100 Kleinbauern verantwortlich war. Ilaria hatte mit ihnen einen Abnahmevertrag, das bedeutet, unabhängig davon, wie gut oder schlecht die Ernte im jeweiligen Jahr ausfiel, Ilaria kaufte ihre Bio-Oliven und verarbeitete sie zu Olivenöl. Damit nicht genug: Die alten Sorten Nocellara del Belicé, Biancolila und Cerasuola brauchen Zeit, bis sie Früchte tragen. Und die gibt man ihnen auch.

Die Geburt von Olio Glorioso&Friends

Ein Jahr später, im Februar 2018 fiel die Entscheidung, wir wagten den Schritt in die Selbstständigkeit (neben unseren Hauptjobs). Ohne großen finanziellen Polster, dafür aber mit viel Engagement und Herzblut starteten wir das Unternehmen „Olio Glorioso&Friends“. Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und wir konnten, neben vielen Freunden, die „unser“ biologisches Olivenöl liebten, auch weitere Privatpersonen und zahlreiche Haubenlokale, Bio-Läden, Zero-Waste-Shops uvm. geschmacklich überzeugen. Ilaria und ihre Familie, allen voran ihr Vater Mario Glorioso, der über ein 30-jänriges Know-how in der Olivenöl-Produktion verfügt, gab dieses Wissen an seine beiden Kinder Ilaria und ihrem Bruder Luigi Glorioso weiter, die bald die Leitung des Familienunternehmens übernahmen. Sie setzen sich kompromisslos für traditionelle Werte der sizilianischen Kultur und ihre Wurzeln ein. Und wir lieben Sizilien, unsere dortigen Freunde, die hervorragende und außergewöhnliche Kulinarik, die durch Einfachheit besticht. Am besten ist, Sie probieren einfach selbst.